Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim

Donnerstag, 27 Juli 2017 14:00 Uhr


Am Donnerstag, den 27.07.2017 um 14.00 Uhr erfolgte die Alarmierung von 6 Fachzügen der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Harburg zu einem Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim. Unter anderem wurde der Fachzug Wasserförderung alarmiert, zu dem auch das TSF-W der Freiwilligen Feuerwehr Harmstorf gehört.

Um 15.00 Uhr sammelten sich die 30 alarmierten Fahrzeuge an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld. Nach einer kurzen Einweisung durch den Kreisbereitschaftsführer machten sich die knapp 140 Einsatzkräfte auf den Weg ins 145 Kilometer entfernte Bad Salzdetfurth südöstlich von Hildesheim. Dort war nach den tagelangen Starkregenfällen ein aufgeweichter Damm der Lamme - ein Nebenarm der Innerste - gebrochen. Die Wassermassen ergossen sich in die Ortsteile Klein- und Groß Düngen und setzten diese fast komplett unter Wasser. Innerhalb von kurzer Zeit stand das Wasser 60 Zentimeter hoch auf den Straßen, in den Wohnhäusern und Gewerbebetrieben. Sämtliche Keller liefen komplett voll. Es waren mehr als 120 Gebäude betroffen. Darunter auch eine Vermittlungsstelle der Telekom und die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Hildesheim.

Nach einer kurzen Einweisung vor Ort, haben die Zugführer jedem Fahrzeug der Kreisbereitschaft einen Einsatzabschnitt zugeteilt. Die dringlichste Aufgabe war es zunächst, die Keller von Gebäuden mit Ölheizung auszupumpen, um ein Aufschwimmen der Tanks zu verhindern. Mit den leistungsstarken Pumpen der Löschfahrzeuge und tragbaren Pumpen konnte gegen 20 Uhr mit dem leerpumpen der bis an die Decke vollgelaufenen Keller begonnen werden. Hoch motiviert arbeiteten sich die Einsatzkräfte von Haus zu Haus weiter vor. Als problematisch erwies sich dabei, dass das Wasser durch Duschen, Toiletten, Abflüsse und selbst durch die Kellerwände wieder nachdrückte.

In der Nacht hatte jede Einsatzkraft die Gelegenheit, für vier Stunden in der nahegelegenen Sporthalle der Grundschule auf Feldbetten zu ruhen. Auf dem Schulhof hatte der Verpflegungszug die Feldküche aufgebaut und versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Mahlzeiten sowie warmen und kalten Getränken.

Die ganze Nacht hindurch liefen die Pumpen. In den frühen Morgenstunden war der Wasserpegel soweit gesunken, dass die Straßen bis auf einige größere Pfützen für die Einsatzfahrzeuge und Anwohner wieder frei befahrbar und die Keller weitestgehend vom Wasser befreit waren.

Nach mehr als 24 Stunden Einsatzzeit machten sich die Feuerwehren aus dem Landkreis Harburg gegen 15:30 Uhr auf den Heimweg. Die Bewohner verabschiedeten die Feuerwehrleute und bedankten sich für ihren Einsatz. Auch wir wollen DANKE sagen: während des Einsatzes versorgten uns Anwohner mit Kaffee, Getränken, Kuchen, Pizza, und Belegten Brötchen. Dies ist nicht selbstverständlich und wir alle haben diese Gesten der Dankbarkeit sehr zu schätzen gewusst. Wir wünschen allen betroffenen viel kraft bei der Beseitigung der Hochwasserschäden.

Gegen 20 Uhr waren die letzten Fahrzeuge zurück an ihren Gerätehäusern. Fahrzeugpumpe, Stromerzeuger und 2 Tauchpumpen der Freiwilligen Feuerwehr Harmstorf waren knapp 18 Stunden ohne Unterbrechung im Einsatz. In der Zeit konnten weit mehr als 600.000 Liter Wasser aus den Kellern gepumpt werden.

Einsatzinfo - 13/2017
Einsatzort Groß Düngen
Einsatzart TH3 - Techn. Hilfe groß
Datum 27.07.2017
Alarmierung 14:00 Uhr
Einsatzende(ca.) 15:00 Uhr
Fahrzeuge TSF-W
Sonstige

Fachzug Führen und Kommunikation 

ELW 1
ELW 1
0 WLF AB-E

Fachzug Verpflegung 

0 GW-L
MTF
0 MTW

Fachzug Brandbekämpfung 1 

ELW 1
0 TLF 20/30
0 LF 16 TS
0 TLF 16/24
0 LF 16 TS
0 MTW

Fachzug Brandbekämpfung 2 

0 ELW 1
0 LF 20/40
0 LF 10/6
0 TLF 16/24
0 TLF 8 W

Fachzug Brandbekämpfung 3 

0 ELW 1
0 TLF 16/24
0 LF 10/6
0 TSF-W
0 TSF-W
0 LF 16

Fachzug Wasserförderung 

MTF
HLF 10
LF 10/6
0 GW-L
0 TSF-W

Kreisbrandmeister 

0 KDOW

Feuerwehrtechnische Zentrale 

0 MTW

Am Donnerstag, den 27.07.2017 um 14.00 Uhr erfolgte die Alarmierung von 6 Fachzügen der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Harburg zu einem Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim. Unter anderem wurde der Fachzug Wasserförderung alarmiert, zu dem auch das TSF-W der Freiwilligen Feuerwehr Harmstorf gehört.

Um 15.00 Uhr sammelten sich die 30 alarmierten Fahrzeuge an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld. Nach einer kurzen Einweisung durch den Kreisbereitschaftsführer machten sich die knapp 140 Einsatzkräfte auf den Weg ins 145 Kilometer entfernte Bad Salzdetfurth südöstlich von Hildesheim. Dort war nach den tagelangen Starkregenfällen ein aufgeweichter Damm der Lamme - ein Nebenarm der Innerste - gebrochen. Die Wassermassen ergossen sich in die Ortsteile Klein- und Groß Düngen und setzten diese fast komplett unter Wasser. Innerhalb von kurzer Zeit stand das Wasser 60 Zentimeter hoch auf den Straßen, in den Wohnhäusern und Gewerbebetrieben. Sämtliche Keller liefen komplett voll. Es waren mehr als 120 Gebäude betroffen. Darunter auch eine Vermittlungsstelle der Telekom und die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Hildesheim.

Nach einer kurzen Einweisung vor Ort, haben die Zugführer jedem Fahrzeug der Kreisbereitschaft einen Einsatzabschnitt zugeteilt. Die dringlichste Aufgabe war es zunächst, die Keller von Gebäuden mit Ölheizung auszupumpen, um ein Aufschwimmen der Tanks zu verhindern. Mit den leistungsstarken Pumpen der Löschfahrzeuge und tragbaren Pumpen konnte gegen 20 Uhr mit dem leerpumpen der bis an die Decke vollgelaufenen Keller begonnen werden. Hoch motiviert arbeiteten sich die Einsatzkräfte von Haus zu Haus weiter vor. Als problematisch erwies sich dabei, dass das Wasser durch Duschen, Toiletten, Abflüsse und selbst durch die Kellerwände wieder nachdrückte.

In der Nacht hatte jede Einsatzkraft die Gelegenheit, für vier Stunden in der nahegelegenen Sporthalle der Grundschule auf Feldbetten zu ruhen. Auf dem Schulhof hatte der Verpflegungszug die Feldküche aufgebaut und versorgte die Einsatzkräfte mit warmen Mahlzeiten sowie warmen und kalten Getränken.

Die ganze Nacht hindurch liefen die Pumpen. In den frühen Morgenstunden war der Wasserpegel soweit gesunken, dass die Straßen bis auf einige größere Pfützen für die Einsatzfahrzeuge und Anwohner wieder frei befahrbar und die Keller weitestgehend vom Wasser befreit waren.

Nach mehr als 24 Stunden Einsatzzeit machten sich die Feuerwehren aus dem Landkreis Harburg gegen 15:30 Uhr auf den Heimweg. Die Bewohner verabschiedeten die Feuerwehrleute und bedankten sich für ihren Einsatz. Auch wir wollen DANKE sagen: während des Einsatzes versorgten uns Anwohner mit Kaffee, Getränken, Kuchen, Pizza, und Belegten Brötchen. Dies ist nicht selbstverständlich und wir alle haben diese Gesten der Dankbarkeit sehr zu schätzen gewusst. Wir wünschen allen betroffenen viel kraft bei der Beseitigung der Hochwasserschäden.

Gegen 20 Uhr waren die letzten Fahrzeuge zurück an ihren Gerätehäusern. Fahrzeugpumpe, Stromerzeuger und 2 Tauchpumpen der Freiwilligen Feuerwehr Harmstorf waren knapp 18 Stunden ohne Unterbrechung im Einsatz. In der Zeit konnten weit mehr als 600.000 Liter Wasser aus den Kellern gepumpt werden.

Text: Feuerwehr Harmstorf
Bilder:Feuerwehr Harmstorf
Veröffentlicht durch Lennart Siewert

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